Liebe Vereinsmitglieder,

ich bin neues Mitglied bei Euch und möchte mich mal kurz vorstellen. Einige haben mich schon bei meiner letzten Tour kennen gelernt. Ich bin Andreas Klößner und lebe in Hamburg. Im Mai 2009 hatte ich mit der Segelflugausbildung in der Segelflugschule Oerlinghausen begonnen. Im Juni 2010 hatte ich dort meine Segelfluglizenz erworben. Nach einem unvergesslichen Fliegerurlaub in La Motte-du-Caire (franz. Alpen) habe ich meine UL Lizenz im Juni 2011 in Kempten (Allgäu) erworben, weil ich lieber einen "Hebel für die Thermik" haben wollte. Anfangs hatte ich noch diverse Vercharterer ausprobiert, bis ich glücklicherweise auf die Fachschule für Ultraleichtflug und die SkyRanger von Werner gestoßen bin. Dieses Luftsportgerät hat drei entscheidende Vorteile: Das geringe Leergewicht erlaubt das Fliegen mit Gast bei vollem Tank, durch die bis zum Boden verglasten Türen kann man senkrecht nach unten blicken, ein Fotofenster kann im Flug geöffnet und geschlossen werden. Meine erste Alpentour machte ich damit im September 2011.

Als dann die Schule den Betrieb eingestellt hatte :-(, bin ich 2014 in den örtlichen Segelflugverein in Hamburg eingetreten, um überhaupt in die Luft zu kommen. Im April 2015 habe ich dann eine C42 in Kempten direkt gechartert, wobei das hohe Eigengewicht und das fehlende Fotofenster für mich starke Einschränkungen sind.

Im Juni 2015 bin ich über das Interent auf die Vereinsseite gestoßen, wo ein SkyRanger zum Charter mein Interesse erweckte. Joachim konnte mich schnell überzeugen, dem Verein beizutreten. Am 30.Juli war es dann soweit. Meine erste Tour mit der D-MCCF nach Kempten. Das war dann mein 12. mehrtägiger Alpenausflug. Unten gib es Links zu einigen Touren. Es sind Touren von Kempten aus in die Ötztaler Alpen zur Wildspitze, in die Allgäuer und Lechtaler Alpen und von Sankt Johann aus in die Zillertaler Alpen. Die Touren sind mit dem SkyRanger leicht in 2,5 Stunden Flugzeit zu bewältigen. Danach wird das Sitzen zunehmend unbequem. Ich habe schon zahlreiche Fotos gemacht, aber die Berge sehen immer wieder anders aus, je nach Jahreszeit, Flughöhe, Licht- und Wetterverhältnisse.

Für das Fliegen in den Bergen sind einige Dinge zu beachten, die ich bei einer vierwöchigen Alpeneinweisung in La Motte-du-Caire trainiert hatte und die sich vom Segelflug auch auf UL-Flug übertragen lassen. Daher halte ich von lediglich mehrstündigen Alpeneinweisungen nicht so viel. Das reicht vielleicht um sich in den breiten Tälern entlang der Standardrouten zurechtzufinden. Die wohl wichtigsten Aspekte sind neben der Beherrschung des Fluggerätes, die Beachtung der Wetterverhältnisse (Wind!), das fehlende Horizontbild beim Hangfliegen, die Orientierung und die Einhaltung eines sicheren Flugweges, der jederzeit auch bei Motorausfall den Gleitflug zurück ins Tal erlaubt (Fluchtweg sichern, Variometer beachten). Daher sind unlandbare Täler unterhalb der Gipfel eher zu meiden und in bestimmte Gegenden komme ich nicht. Der Pilot einer C42 musste mal auf einem Schneefeld am Gletscher notlanden. Es war ein riesiges Glück, das keine Personen zu Schaden kamen. Der Pilot hatte wohl nicht rechtzeitig die starken Fallwinde beachtet, die über dem kalten Schneefeld herrschten. Selbst mit Vollgas konnte er der Zwangslandung nicht entkommen. Das bedeutet, das auch die Zuladung und thermische Windverhältnisse für den Flugweg eine Rolle spielen. Wenn die wichtigsten Aspekte mit einem Fluglehrer trainiert wurden, muss man dann allein weitermachen und sich schrittweise neue Gebiete erfliegen. Grundsätzlich sollte man keine Gäste mitnehmen in Gebiete, die man nicht schon gut kennt und auch nicht nach einer langen Winterpause oder bei schwierigen Wetterverhältnissen. Leider verlernt man auch schnell und deshalb ist das Gebirgsfliegen mangels Trainingsstand für den Wenigflieger eher nicht das Richtige.

Unten gibt es Links auf GPS-Tracks mit Fotos in einer Kartendarstellung. Für die Fotos verwende ich die kompakte Kamera Sigma Merrill DP2M. Die Auflösung ist unschlagbar, es gibt aber einige Besonderheiten, auf die ich hier nicht eingehe. Schaut euch z.B. das Schneefeld am Hohen Riffler in voller Auflösung an.

Technische Einzelheiten zur Kartendarstellung: Ich stelle an der Kamera vor dem Ausflug die Localtime ein. Die Kamera hat einen Vorlauf von 4.0 sec/Tag. Mein PowerFlarm zeichnet die Trackpunkte als IGC Datei auf. Ich habe eine Software geschrieben welche die IGC Datei in GPX umwandelt und aus dem Track die GPS-Positionen zu den Zeitpunkten der Aufnahmen interpoliert unter Berücksichtigung des Vorlaufes der Kamerazeit. Die GPS-Positionen zu den Aufnahmen werden als Wegpunkte in GPX abgespeichert. Der GPX-Track mit den Wegpunkten dient als Input für diesen Viewer.

Viel Grüße und allzeit guten Flug,

Andreas




GPS-Tracks mit Fotos vom 31.Juli 2015

GPS-Tracks mit Fotos vom 11.-13.April 2015

GPS-Tracks mit Fotos vom 12.-14.März 2014